Buchvorstellung: Jenseits von Einsteins Universum

Rüdiger Vaas „Jenseits von Einsteins Universum“

„Das Streben nach Wahrheit und Erkennen gehört zum Schönsten, dessen der Mensch fähig ist.“Albert Einstein

Die Relativitätstheorie hat Raum, Zeit, Masse, Energie, Gravitation und Trägheit als eine sonderbare Einheit erkannt. Sie befreite die Raumzeit aus der Rolle einer passiven Bühne und machte sie zum aktiven Teilnehmer am Weltgeschehen. Das revolutionierte nicht nur die Physik, sondern beunruhigt bis heute die Philosophie. Die bizarren Auswirkungen von Einsteins Jahrhundertwerk sind in raffinierten Experimenten genauestens bestätigt worden, jüngst mit dem erstmaligen direkten Nachweis von Gravitationswellen, die ein völlig neues Fenster zum Kosmos aufstoßen. 

Die Relativitätstheorie ist sogar im Alltag angekommen: ohne sie würde keine Satellitennavigation funktionieren. Dennoch bedeutet sie nicht das Ende der Wahrheitssuche, sondern gibt sogar ihre eigenen Gültigkeitsgrenzen an. Mehr noch: Inzwischen häufen sich die Indizien, dass Forscher diese Grenzen vielleicht schon überschritten haben.

Einstein war sich der Vorläufigkeit seines grandiosen Werks deutlich bewusst. „Ich betrachte es als durchaus möglich, dass die Physik nicht auf dem Feldbegriff begründet werden kann“, schrieb er ein Jahr vor seinem Tod. „Dann bleibt von meinem ganzen Luftschloss nichts bestehen.“ Doch so weit wird es nicht kommen. Selbst eine umfassende Weltformel muss die Relativitätstheorie als Grenzfall enthalten. Einsteins Revolution lässt sich nicht rückgängig machen – nur weiter treiben.

Der Autor
Rüdiger Vaas ist Wissenschaftsreporter, Astronomie- und Physik-Redakteur bei dem populären Monatsmagazin bild der wissenschaft und ein versierter Kenner der modernen Kosmologie, zu der er auch eigene philosophische Beiträge publiziert und weltweit Vorträge hält.

Im Kosmos-Verlag hat er die Bücher „Der Tod kam aus dem All“ (1995), „Tunnel durch Raum und Zeit“ (2005, 2010 und 2015), „Hawkings neues Universum“ (2008 und 2012; Taschenbuch-Ausgabe bei Piper 2010), „Hawkings Kosmos einfach erklärt“ (2011) sowie „Vom Gottesteilchen zur Weltformel“ (2013 und 2014) veröffentlicht. Im Hirzel-Verlag sind erschienen: „Der genetische Code“ (1994), „Spurensuche im Indianerland“ (2001), „Schöne neue Neuro- Welt“ (2008) sowie „Gott, Gene und Gehirn“ (2009 und 2012). Außerdem ist Rüdiger Vaas Mitherausgeber des wissenschaftlichen Sammelbands „The Arrows of Time“ (Springer, 2012), in dem die bedeutendsten Kosmologen der Gegenwart ihre Erkenntnisse und Weltmodelle vorstellen.

Erhältlich bei Bild der Wissenschaft

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