Pulsare sind rotierende Neutronensterne. Ein Neutronenstern entsteht, wenn ein Stern, der etwas größer ist als die Sonne, seine Energie aufgezehrt hat und dann unter seiner eigenen Gravitation zusammenstürzt. Die „Sternleiche“, die dabei zurückbleibt, hat eine Masse, die bis zum Doppelten der Masse der Sonne gehen kann, zusammengepresst auf eine Kugel mit einem Radius von nur ca. 10km! Diese Objekte können sehr schnell rotieren – einige schaffen viele Hundert Umdrehungen pro Sekunde!

Pulsare senden einen stark gebündelten Strahl elektromagnetischer Strahlung aus. Durch die Rotation des Sterns entsteht ein Leuchtturmeffekt: Streift der Strahl dabei über die Erde, wird hier ein pulsierendes Signal gemessen. Diese Pulse sind extrem regelmäßig, und sie können sehr genau analysiert werden. Dadurch lässt sich eine große Vielfalt von Informationen gewinnen, über den Pulsar selbst wie auch über seine Umgebung. So stellten Binärpulsare (das sind Pulsare, die zusammen mit einem Begleitstern ein enges Doppelsternsystem bilden) seit Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts einen praktisch zwingenden indirekten Nachweis von Gravitationswellen dar.

  • Poster: Pulsare

    pdf-Datei des Posters anschauen: Bitte auf das Bild klicken.

  • Hörstation: Pulsarsounds

    Die Signale vieler Pulsare liegen im hörbaren Bereich: Der schnellste bekannte rotiert 760 mal pro Sekunde und liegt damit deutlich über dem Kammerton a’! Andere Pulsare rotieren zwar mit einer Frequenz, die weit unterhalb des Hörbereichs liegt. Die Signale weisen aber eine starke Pulsmodulation auf, so dass auch die sehr niederfrequenten Signale hörbar sind.

    Diese Station bietet eine Auswahl von gut 20 der insgesamt über 2500 bekannten Pulsaren, die aus verschiedenen Gründen besonders interessant sind. Lassen Sie sich von der enormen kosmischen Klangvielfalt beeindrucken!

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Nächste Termine:
  13.04. bis 23.10.2018 | Jahrtausendturm im Elbauenpark Magdeburg
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  27.10. bis 25.11.2018 | „November der Wissenschaft" Hannover  
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